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(Jobs)

Uwe´s Arbeitsleben

Das Drama begann im September 1981

 

Ursprungsberuf:

 

Klassischer Betriebsschlosser - Allrounder sozusagen

(Deswegen hab ich ja auch meine Automotoren selbst zerlegt, verändert und wieder zusammengebaut, dass war ja schliesslich das was der Betriebsschlosser macht. Drehen, Fräsen, Schweissen, Hobeln, Schmieden (jap selbst das kann ich) und mit Öl und Fett umgehen :-)   )

 

13 Jahre als Betriebsschlosser auf der ehemaligen Schachtanlage Lohberg.

 

Davon 10 Jahre Untertage als Hydrauliker tätig, in einem rund um die Uhr Schichtsystem,

was soviel heisst wie: (5-6-10-12-14-15-18-20-22 Uhr) ! 

Da war nix mit richtig einstellen Freizeit - Arbeit - Schlafen, es kam wie man gebraucht wurde.

Schacht 1 - Lohberg

Linkes Bild: Am Schacht 1 in 853m Tiefe, oder so....

Rechtes Bild: Elektrosteiger in Lohberg, irgendwo....

  

Linkes Bild: Pferde Untertage, da gab es noch keine Lok

Rechtes Bild: Schacht 1 Lohberg, ganz alt....

Karte der x. ten Sohle von Lohberg

(ich hab noch irgendwo von fast allen Sohlen Karten, weis nur nicht wo....)

Jap, beide Bilder Schacht 1 und der Pförtnereingang

 

Dann kam ich auf eigenen Wunsch hin nach "Über Tage"

Und dort blieb ich für insgesamt 3,5 Jahre. Diese teilten sich in 2 Abschnitten auf.

 

Von diesen 3,5 Jahren war ich als erstes für 1 Jahr bei den Schachtschlossern (siehe die 2 Bilder unten).

Bei den Schachtschlossern gab es ein  4 Schicht System (5-10-15 und 20 Uhr

 

Hier unten bei den Schachtschlossern mit Steiger und Vorarbeiter NACH der Schicht !!!!!

Hier in der Werkstatt der Schachtschlosser, juhuuu Uwe Arbeitet und qualmt....

Da durfte man das noch, war ja die Schlosserwerkstatt ÜBER Tage :-)

 

Dann ging es für 2,5 Jahre in die damals neu errichtete Sortierhalle.

Dort gab es ein 3 Schicht System (6-12-18 Uhr).

Hier war ich als Vorarbeiter und Sicherheitsbeauftragter

für 15 Mitarbeiter mitverantwortlich. Tätigkeitsfeld hier: Industriekläranlage

für stark ölige Betriebswässer auf Aluminiumpolymerbasis

 

Hier bin ich dann schon halber Sesselfurzer geworden, hihi....

 

Hier unten als Vorarbeiter auf einem Liebherr 903 Litronic mit der Tochter eines Arbeitskollegen

Jaa richtig, Kranführerschein und Staplerführerschein hab ich auch gemacht.

Jou, meine alte Stempelkarte (aber schon mit Magnetstreifen, wow....)

 

Dann kam so langsam das große "Schachtsterben" auf. Auch hier in Lohberg sprach man über nichts anderes mehr. Und da ich nicht der letzte sein wollte der das sinkende Schiff verlässt, entschloss ich mich dazu, über einen anderen Job bzw. eine Weiterbildungsmaßnahme nach zu denken.

Gewonnen hatte die Weiterbildungsmaßnahme. Also Freunde, ich war 14 Jahre aus der Schule raus. Das sollte ja was geben. Das kleine Ein mal Eins konnte ich ja wohl noch und wo Amerika liegt hatte ich auch noch im Kopf, aber sonst............  :-)

 

 Dann kam die sogenannte Weiterbildungsmaßnahme: puuuuhhhhh...........

 

Mir blieb nur der 2. Bildungsweg um aus mir nochmal etwas zu machen.

Das mit 30 Jahren, wo ich 14 Jahre aus der Schule war

Ich entschloss mich den  staatl. gepr. Umweltschutztechniker

und zusätzlich mein technisches Fachabitur zu machen.

Dieses in 4 Semester Vollzeit in der Fachschule für Technik in

Gelsenkirchen.

 

 

Die ersten Tage in der Schule waren bei mir von ganz großem Erstaunen geprägt. Ich glaube in den ersten Tagen habe ich nur "redende" Lehrer vor mir gehabt. Was die von mir wollten hab ich überhaupt nicht verstanden. Die redeten von Dingen die mir vollkommen fremd waren.

Den Vogel dabei schoß der Mathelehrer ab. Als der seinen ersten Auftritt bei uns hatte und uns nur mal grob vorstellte was wir bei ihm alles so machen sollten, fing ich innerlich an zu heulen.

Er kritzelte Formeln an der Tafel und sagte ständig, dass müssten wir ja alles noch kennen und er würde dann mit den nächsten Kapiteln weitermachen. Diese kritzelte er dann ebenfalls an die Tafel.

Freunde ich dachte in diesem Moment Salvadore Dali wäre hier bei uns in der Klasse zu Gast und würde sein neuestes Kunstwerk vorstellen und Pate dafür Stand irgend so ein alter Grieche.

Nix aber wirklich absolut nix davon hab ich auch nur ansatzweise jemals gehabt oder auch nur davon gehört oder sonstiges. Jetzt lief es mir eiskalt über den Rücken und ich stellte mir die Frage:

Kleinelsen du Blödmann, du hast am Schacht gekündigt, bist du dir da vorher drüber im klaren gewesen was dich hier erwartet ?????

Nöööööö war meine Antwort und mir ging von da an voll der K...stiefel

Na klar, berechtigterweise. Denn es gab ja einen Tag vorher noch bei unserem Klassenlehrer, die von Ihm an uns gestellte Frage wer denn wohl sein Fachabitur dabei machen wollte, das wäre dann mit der doppelten Stundenanzahl an Mathematik, Deutsch und Englisch verbunden.

Und glaubt mir, keiner wollte sich die Blöße geben und dies NICHT in Anspruch nehmen, und zu diesen Leuten gehörte ich auch.

Also war "LERNEN" angesagt, anfangs noch mit viel "verkehrtem" Lernen, aber der große Dämpfer kam vor den ersten Halbjahresnoten. Da kam mein Klassenlehrer auf mich zu, nahm mich zur Seite und sagte zu mir:

Herr Kleinelsen ich will ihnen ja nicht zu nahe treten, aber sie stehen "GESAMT" zwischen 4 und 5, Tendenz eher zur 5 !!!!!!!

Jetzt heulte ich Zuhause erst recht, weil ich doch gelernt hatte was das Zeugs hält, ich gehörte einer Lerntruppe an die sich in einer Gelsenkirchener Pinte zum Lernen traf, das war aber alles immer noch nicht genug. Ich musste Handeln.

Ich schloss mich "Den Einsern" den "Cracks" an. Ich fuhr zum Lernen nach Lippstadt, nach Köln, nach Düsseldorf und nach Dortmund, Dort wurde dann aber richtig gelernt, teilweise bis in die Nacht hinein.

Und das Ergebnis ?

Jap, voller Stolz hab ich dann den Techniker und auch das technische Fachabitur geschafft !!!!!

Nun war ich GANZER Sesselfurzer, jedoch noch OHNE Job.....

 

 

Bevor jedoch ein neuer Job kam, da kam erst mal etwas gaaaaanz anderes...

"Die Fluse" geboren am 11.11.1996 (Tochter Franziska)

 

Es ergab sich so, dass ich für 2 Jahre den Erziehungsaurlaub für Franziska genommen habe.

Wow, von 0-2 Jahre, wer diese Erfahrung einmal gemacht hat, denkt verdammt

nochmal, ganz anders über "DAS LEBEN", es bekommt einen kpl. anderen

Stellenwert.

 

 

Jetzt war es an der Zeit einen neuen Job an zu fangen, also Bewerbungen raus (103 an der Zahl), zig Absagen natürlich,logo. Vorstellungsgespräche von Magdeburg bis Augsburg, der Mut verliess mich schon, da kam endlich der erhoffte "NEUANFANG" !

 

Der berufliche "NEUANFANG"

Als Techniker, für den sich ebenfalls umorientierten Elektromeister der Kläranlage Bad Rothenfelde

 

Das Bad Rothenfelder Rathaus

Die GROßE Saline (300m Lang) von innen und von aussen

 

Ich kniete mich förmlich in den neuen Job rein.

Zusammen mit einem wirklich feinen Kerl, dem Gesamtelektromeister "Siegfried Meinert"

Der Typ war "der Knaller", locker drauf, immer gute Laune, ein gaaaanz toller Kumpel und vor allem ein für mich sehr toller Lehrmeister. Ich kannte mich mit Elektronik schon recht gut aus, aber was ich von IHM gelernt habe, ist das I-Tüpfelchen der Elektrik / Elektronik, der praktische Umgang mit Motoren, Relais, Schaltern, Ultraschall, Radarnäherungsschaltern und und und. Ich könnte Bücher schreiben, was ich von diesem Mann alles gelernt habe. Er hat mich zu dem gemacht was ich heutzutage bin bzw. was ich heutzutage alles mache.

 

Links MEINE Kläranlage und rechts MEIN Büro

 

Zuständig war ich dort für die Gemeindekläranlage mit 12500 EGW mit allen

daran anhängenden Pumpwerken (Druckentwässerung), sowie aus

organisatorischen Gründen für die gesamte SPS des Wasserwerkes und des

Hochbehälters.Die Pumpwerke wurden

von mir alle mit einer Ultraschallsteuerung anstelle der Schaltbirnen

ausgestattet. Auch diese wurden von mir programmiert, incl. der SPS zur

Kläranlage.

Die Kläranlage selbst wurde von mir mit einer Phosphatfällung auf FeCL3

Basis ausgestattet. Dann habe ich die alte Belebung, die noch mit

Mammutrotoren ausgestattet war, die aber seit Jahren still lag,

REAKTIVIERT und zusätzlich in das bestehende neue System mit eingebunden.

Diese wurde von uns dann als Hochbelastungsbelebung während der

Schlammpressung verwendet, da zu diesen Zeiten die 2 neuen Belebungen

ständig am Limit gefahren werden mussten, was letztendlich mit enormen

Energiekosten verbunden war. Als nächste Umbaumassnahme wurden alle

Wasserwerks SPSén die auf Klöckner-Möller PS3 aufliefen, zur Kläranlagen

"Mutter SPS" die eine Siemens S5-300 war, aufgeschaltet. Das hat mir so

manche Nacht schwer Kopfzerbrechen bereitet.

 

Last but not least habe ich Computertechnisch ein Fernwirksystem für die

Kläranlage aufgesetzt, sogar eins mit gesicherter Verbindung, und zwar

über eine Auerswald TK-Anlage mit 16 stelligem Zugangscode in der

Telefonnummer sowie ein 4-stelliger Modemcode und letztendlich ein 8

stelliger Zugangscode zum SPS Muttersystem. Dieses noch über, man Staune:

Ein 64k MODEM !!!!!

Aber ich hab es hinbekommen, aber auch nur weil ich tlw. in der KA

übernachtet habe und das ging auch nur weil ich ja alleine da oben war,

meine Familie habe ich ja nur an den Wochenenden gesehen.

 

Als letzte Umbaumaßnahme wurde eine sogenannte

Schlammvoreindickung eingeführt. Dieser Umbau lief nicht ganz so rund wie

wir es gerne gehabt hätten. Das zugeführte AluminiumPolymer musste mehrere

Male an UNSERE Belebung angepasst werden, ebenso hatte ich enorme

Schwierigkeiten die Frequenzumrichter, die für die variable, der

Zuflussmenge angepasste Geschwindigkeit sorgen mussten, zu programmieren. 

Wir hatten hier in Rothenfelde andere Viecher als die umliegenden

Kläranlagen. Dann kamen auch noch Fadenbakterien hinzu. Aber ich hatte,

was die Biologie anbelangte alles im Griff, da kam die Schule voll zum

tragen. Ich habe Nächte damit verbracht zu Lernen, was man wie bei welchen

Bakterien machen muss.

 

Hier in Bad Rothenfelde habe ich es erst gelernt, vollkommen selbstständig zu arbeiten und für ein riesiges Equipment verantwortlich zu sein.

 

 

Aber ich war alleine für 3,5 Jahre und davon habe ich 1,5 Jahre in einem Nachbarort,

Bad Laer gewohnt (siehe mal oben das Bild, hihi...),

bin in der Zeit nur an den Wochenenden nach Hause gefahren.

Dann habe ich die Wohnung aufgegeben, und bin 2 Jahre lang jeden

Tag morgens 143km hin zur Arbeit und Abends 143km zurück nach Voerde.

Bei Wind und Wetter, teilweise brauchte ich morgens bis zu 3 Stunden um über

vereiste Autobahnen (Münster Süd) und Landstrassen zur Arbeit zu kommen.

 

Dann hat die Gurkerei keinen Spaß mehr gemacht und sich vor allen Dingen nicht mehr gerechnet. Die Hörner waren abgestoßen. Ich habe wieder Bewerbungen geschrieben.

Hauptsächlich wollte ich wieder zurück zu meiner Familie, zurück in meine Heimat.

 

Es war in Bad Rothenfelde eine sehr schöne Zeit

die ich in meinem Leben

nicht missen möchte. 

      

                      Hier bin ich praktisch ERWACHSEN geworden !!!!!!

 

 

Die nächste berufliche Wende

 

Die Kreisverwaltung Wesel

 

Aber es ging dann tatsächlich wieder ins schöne Ruhrgebiet genauer gesagt nach Moers. Ein neuer Job bei der Kreisverwaltung Wesel, Unterstelle Moers und hier im Institut für Lebensmittelüberwachung und Umwelthygiene kurz "IFLU" genannt.

 

Ok, noch nicht ganz das was man sich vorstellt, aber ich war zurück bei meiner Familie und relativ nah an Zuhause (30km eine Strecke, besser als 143km, oder ? )

Wir sind in den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen, in Mettman, Essen und Mönchengladbach Wasserproben aller Art holen gegangen. In Krankenhäuser und Badeseen in Hallenbädern und in Firmen. Aber auch bei den sogenannten Eigenversorgern, also Privatleute die einen Trinkwasserbrunnen betreiben.

Dann kam auch hier die Wende. Der gewerbliche Bereich wurde aufgelöst, man ging mit verschiedenen Chemischen Instituten zusammen und hat einen gemeinsamen Standort, nämlich Krefeld dafür ausgesucht.

 

Wir Probenehmer sind aufgeteilt worden, ich kam von unserem Trupp als erster weg. Ich kam nach Wesel ins Kreishaus. Dort wurde ich in der unteren Umweltschutzbehörde, Fachbereich Abfallwirtschaft eingesetzt.

Diese sogenannte Sonderordnungsbehörde hat die Aufgabe den Kreis Wesel "Sauber" zu halten. Das heisst wenn irgendwo jemand illegal Abfälle entsorgt, kommt Sie ins Spiel und versucht Recht und Ordnung wieder herzustellen. Manchmal geht das nur zusammen mit Ordnungsämtern, Bauämtern und auch mit der Polizei.

Die Kriminalpolizei ist auch im Boot und zwar wenn es sich um Straftaten handelt und es sich nicht mehr um Ordnungswidrigkeiten handelt die mit einem Bußgeld geahndet werden können.

Dann geht es auch mal ganz schnell vor Gericht bzw. Verwaltungsgericht Düsseldorf.

 

Mittlerweile ist das Lernen für mich Alltag geworden, ich freue mich sogar über alles neue was es zu lernen bzw. entdecken gibt.

 

Seit 14 Jahren arbeite ich nun beim Kreis Wesel, zunächst 7 Jahre im

Institut fürLebensmitteluntersuchung und Umwelthygiene in Moers (von 2001 bis 2008)

und seit fast  6 Jahren (Von 07.2008 bis 07.2014) in der unteren Umweltschutzbehörde,

Fachbereich Abfallwirtschaft. (neue Bezeichnung lt. ZustVO) !

 

Dies war ein toller Job in dem ich mich voll für den Umweltschutz einsetzen konnte.

 

Linkes Bild: Der Blick hinunter ins Foyer

Rechtes Bild: Mein Büro mit meinem Kollegen und dem Ausbildungsplatz direkt neben mir

Jap, ICH vor dem Aufzug und rechts mit meinem Kollegen Jürgen

 

Eigentlich ist der Werdegang immer noch recht schlüssig, es ging immer

irgendwie um Umwelt, reinigen, überwachen.

Ich meine es passt alles zusammen.

 

Was jetzt irgendwie fehlt, ist der praktische Teil, es hat sich mehr zum

theoretischen Teil verlagert. Aber dafür habe ich Außendienst dabei.

DA kann man dann so richtig UMWELTSCHUTZ betreiben.

Und glaubt mir, das tue ich, ich bin mit Leib und Seele bei der Sache !

 

Die nächste größere Veränderung innerhalb der Kreisverwaltung liess nicht lange auf sich warten.

 

Neu für mich dazu gekommen ist die Ausbildung für Verwaltungsfachangestellte.

Ich liebe den Umgang mit Menschen. Und ein Spruch meines ehemaligen großen Chefs bei seiner letzten Dienstbesprechung mit uns hat mir seeeehr zu Denken gegeben und gleichzeitig den nötigen Auftrieb, die Ausbildung mehr als Ernst zu nehmen.

Er sagte damals: Und denken Sie alle daran, wenn Sie mit der Ausbildung beauftragt sind. „Es könnten Ihre eigenen Kinder sein“ !

Und für die wollten Sie doch auch die bestmögliche Ausbildung, oder ?

Auch hier versuche ich die Welt zu verändern und alles besser zu machen

 

Hier habe ich gemerkt, dass das genau mein Ding ist, ich habe jeden einzelnen Tag den ich zur Arbeit fahre, voll Spaß und irrsinnig viel Ideen, was ich alles machen möchte, mit meinen Azubis.

Es sind ja mittlerweile auch Praktikanten aus den verschiedensten Bereichen wie Technikerschule (3 Wochen), Schülerpraktikanten (2 Wochen) und Berufskollege (4 Wochen) sowie auch Hospitanten/innen.

Es waren mittlerweile mehrere Umweltoberinspektoranwärter/innen der Bezirksregierung Düsseldorf und Arnsberg für 4 Wochen bei mir. Und auch von den Universitäten und Fachhochschulen sind Leute bei mir.

Auch diese verbringen Ihre Zeit bei mir, mit mir als Praxisanleiter (Ausbilder).

 

Weitere Entwicklungen, Veränderungen werden sehrwahrscheinlich immer wieder kommen, ich lass mich überraschen........

 

Die nächste berufliche Veränderung, sogar im Doppelpack.

 

Zunächst ging es jetzt im März 2014 für mehrere Monate nach Krefeld zur Ausbildereignungsprüfung, dem sogenannten AdA-Schein (Ausbildung der Ausbilder). Das mache ich um nicht nur Praxisanleiter zu sein, sondern auch Ausbilder. Ob ich dann irgendwann auch als Ausbilder bestellt werde liegt einzig und allein an meinen Vorgesetzten, da kann ich nur "hoffen" das es bei Zeiten so kommt. Aber wichtig ist für mich erst einmal, den Schein im Sack zu haben und das gelernte an meine Azubis und Co. weitergeben zu können.

 

Ja, was kommt noch ?

Uwe wechselte im Juli 2014 in den Koordinationsbereich Immissionsschutz. Hier soll meine Aufgabe darin bestehen die sogenannten "Medienübergreifenden Umweltinspektionen" durchzuführen. Was kann man grob darunter verstehen ?

Hhhhmmmm, schwer zu erklären, aber ich versuchs mal.

Ich muss alle Firmen im Kreis Wesel, die in irgendeiner Weise "umweltgefährdend" sind bzw. sein könnten, in bestimmten Abständen aus Sicht des Abfallrechts, Wasserrechts sowie des Immissionsschutzes (deswegen Medienübergreifend) überprüfen.

Bei dieser Inspektion werden zunächst alle Genehmigungsrechtlichen Belange abgeprüft und mit den vorhandenen Genehmigungen abgeglichen. Sollten anpassungen an den Stand der Technik oder an neuen Gestzeslagen erforderlich sein, so müssen diese vom Betreiber durchgeführt werden. Anschliessend erfolgt die sogenannte "Vor Ort Kontrolle".

Hierbei wird genau geschaut ob alle genehmigten Vorgaben (Maschinen, Gebäude, Hallen, Gelände, Tankanlagen, Arbeitszeiten, Bäume, Sträucher, Strassen und vieles vieles mehr) auch von der Firma umgesetzt wurden oder ob Abweichungen zur Genehmigung bestehen.

Das ganze natürlich nach Abfall-/ Wasser-/ sowie Immissionsschutzrechtlichen Gesichtspunkten.

Sollten abweichungen oder anpassungen an neue Gesetze oder an den Stand der Technik notwendig sein, so muss auch hier dann schnellstmöglich gehandelt werden.

Das heisst danach, je nach Überprüfungsergebnis, wird eine Einstufung vorgenommen, wann die inspizierte Firma, dass nächste Mal wieder aufgesucht und überprüft wird.

Das bedeutet, je weniger man zu nörgeln hat, um so später wird die Firma wieder überprüft (das ist wie gesagt die GROBE Erklärung dazu). In Wirklichkeit ist es viel komplexer und komplizierter

Dieser Job holt ALLES aus mir heraus was ich geben kann. Aber, und da kann ich nur immer wieder sagen:

Das ist das bisherige Highlight in meiner "Karriere".

Dieser Job beinhaltet ALLES was man sich in Sachen UMWELTSCHUTZ nur vorstellen kann, weil man aus allen Bereichen heraus agieren kann und aber auch muß. Man darf sich eigentlich keine Fehler leisten, denn die könnten ganz schnell extreme Folgen für die Betreiber haben, bspw. mit evtl. enormen Folgekosten

 

Und deswegen muss man 99% bei der Vor- ud Nacharbeit sowie bei der Vor- Ort Konrolle geben. Man steht ständig mit einem Bein da wo man gar nicht hin will :-)

Aber genau das macht diesen Job ja aus. Das ganze ist natürlich immer noch gepaart mit Super Arbeitskollegen (den alten wie auch den neuen) und natürlich meinen Azubis, Praktikanten und Hospitanten.

SO macht Arbeiten Spaß, wenn man mit ganzer Leidenschaft dabei sein kann. So ist fast jede Woche in irgendeiner Art und Weise eine tolle und erfolgreiche Woche.

Aufgrund der enormen Gesetzesvielfalt mit der ich heutzutage konfrontiert bin, ist es eine (meine) Pflicht mich ständig (täglich) mit der Materie zu beschäftigen um mein "Gesetzeswissen" auch immer auf dem neusten Stand zu halten

 

Das Fazit meines bisherigen Berufslebens:

 

Als Schlosser lernte ich mit Metall umzugehen, lernte Schweissen, Hobeln, Drehen, Bohren, Löten, Schmieden und auf ein hundertstel Millimeter zu schlichten und zu hohnen, lernte mit Öl und Fett und 300 Bar umzugehen, lernte was es heisst mal eben 15 Tonnen Metall zu bewegen......

Mein Vater lernte mir als gestandener gelernter Maurer mit Steinen und Beton umzugehen, er lernte mir tolle offene Kamine zu bauen und wie man ein Haus abreisst und wie man neue Häuser baut, er lernte mir wie man Fliesen legt und Wände verputzt, Fenster und Türen einbaut....

In der Schule und in meiner Freizeit lernte ich mit Strom umzugehen, wie man Radios und Fernseher aufbaut und repariert, ich lernte Computer aufzubauen zu programmieren und zu reparieren (ZX 81, ZX Spectrum und diverse weitere Homecomputer), ich lernte die Maschinensprache, Basic, Pascal und C++, lernte wie man Netzwerke aufbaut und mit ihnen umgeht......

In der Technikerschule lernte ich wie man strukturiert lernt und sich selbst fordert, wie man Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) programmiert und verdrahtet, wie man mit unserer Umwelt umgeht und wie eine Kläranlage, eine Deponie und ein Wasswerk funktioniert, ich lernte wie man mit den grundsätzlichen Dingen der Biologie und Chemie umgeht und was Verwaltungsrecht ist und wie man es grundsätzlich anwendet (Jap, 2 Jahre lang Verwaltungsrecht gehabt, aber psssst, nix sagen, brauch ja keiner Wissen, hihi ).....

In Bad Rothenfelde lernte ich, all das gelernte in der Praxis anzuwenden, zu verfeinern und mich mit meinem Meisterkollegen Siegfried zusammen zu raufen und neue Dinge zu entwickeln und auch umzusetzen

In Moers lernte ich mit Menschen umzugehen, mich zeitlich zu strukturieren und zu organisieren...

und in Wesel lernte ich bis heute die Umwelt zum positiven zu verändern, mit Menschen in allen möglichen und unmöglichen Lagen zu korrespondieren, eine Lösung für alle anstehenden Probleme zu finden,         Fehler zu zu geben und daraus zu lernen.

Und all das führte dazu das ich mein Leben immer besser verstehe, immer besser mit mir und meinen Mitmenschen umgehe, die Umwelt immer besser verstehe sie respektiere und schütze und anderen Menschen vermittle wie man lernt,

Und bei meinen Auszubildenden versuche ich Ihnen all mein gelerntes ebenfalls zu vermitteln und Ihnen diesen Teil ihrer Ausbildung, dieses halbe Jahr bei mir, soviel wie möglich in einer angenehmen Art und Weise beizubringen

 

 

Das war eine Exkursion meines beruflichen Werdegangs. Ich find Ihn toll, ich bin zufrieden mit dem was ich erreicht habe, schauen wir in die Zukunft und was die uns noch so alles beschert.........

 

Letzte Änderung Mittwoch, 07.11.2018

 

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